„Chips rein, gemmmaaa!“

"Chips rein, gemmmaaa!" – Matthias Grumbir 23

Autoscooter, Boxauto oder Autodrom: Alle kennen es, alle lieben es! Ein Ort der ersten Male, voller Glück, Nostalgie und Nervenkitzel. Genau hier wuchs Matthias Grumbir, Eigentümer des Grand Autodrom im Wiener Prater, auf. Bei einem rasanten Rennen sprechen wir über Wiener Schmäh am Mikrofon, erste Flirts und die Magie des Fahrens.

Text: Julia Bauereiß, Fotos: Marcel Dziewulski 

Mama & Papa

Text: Claudia Holzinger, Fotos: Claudia Holzinger

Mama auf der Couch

Mein Vater lebte und arbeitete im Keller. Meine Mutter war die Herrin des Obergeschosses in unserem Haus in Buchbach in Oberbayern. Soweit ich mich erinnern kann, begann die Auswahl eines Geschenks für meinen Papa zu Weihnachten oder zum Geburtstag immer mit der Frage: „Besitzt er schon das neueste Fan-Outfit von FC Bayern München?" Eine Fotoreportage.

Afro-atlantisch bis edelweiss

Text: Olivia Theofanidis

Miranda Matondo 6

Lederhosen treffen auf Durags, Flamenco auf nordafrikanisches Handwerk, Eleganz auf Punk. Mit ihrem jungen österreichischen Fashionlabel MIRANDA MATONDO entwerfen Danaide Miranda und Marie Matondo Kollektionen, die kulturelle Identitäten neu zusammensetzen – selbstbewusst, sinnlich und frei von Klischees.

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SCHMUCK: RINGE BY RAY RUPP – WUT TUT GUT


„Are you fucking serious?“, „Auf keinen Fall!“ oder „Ich kotz’ im Strahl!“ – Wer seinen Unmut über die Ungerechtigkeiten dieser Welt nicht mehr laut herausschreien will, trägt ihn jetzt einfach als Schmuck. Das Münchner Label RAY RUPP fertigt in Handarbeit hochwertige Ringe aus Edelmetall, versehen mit pikanten Beleidigungen, Beschimpfungen und allerhand herrlich unverschämten Sprüchen.

 

Beim Hämmern und Bearbeiten des Metalls lassen REGINA RUPP und JULIAN ARAYAPONG, die Köpfe hinter dem Label, ihre Aggression raus. Die entladene Energie von Körper und Geist übertrage sich direkt auf den Ring und besänftige den Geist: „Die Domestizierung des inneren Tieres, der Wut, der Rage, ist ein Anliegen, das Menschen seit jeher eint.“

 

Man könnte auch sagen: Wut tut gut – besonders am Mittelfinger. Ein vulgärer Luxus, erhältlich ab 260 € in 925er Silber oder ab 1.800 € in 750er Gold im Onlineshop sowie für alle Wienerinnen bei Recordstore APARTMENT ACHT im 15. Bezirk. (Foto: ©RAY RUPP)

 

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FOTOGRAFIE: ZANELE MUHOLI – WE ARE HERE


Man muss in Wien nicht lange suchen, um auf Kunst zu stoßen. Hin und wieder lohnt es sich aber, ein paar Schritte abseits der ausgetretenen Wege zu gehen, zum Beispiel zum Fotografiezentrum FOTO ARSENAL. Vermeintlich etwas abgelegen im dritten Bezirk, tatsächlich aber nur einen Spaziergang vom Belvedere entfernt, findest Du fantastisch kuratierte Ausstellungen.

 

Derzeit läuft die Schau WE ARE HERE, die erste Einzelausstellung von ZANELE MUHOLI in Österreich. MUHOLI (*1972 in Umlazi, Südafrika) versteht sich nicht als kunstschaffende Person im klassischen Sinn, sondern als VISUAL ACTIVIST – und räumte nebenbei 2026 den renommierten HASSELBLAD AWARD ab.

 

MUHOLI fotografiert Menschen aus der queeren Szene Südafrikas und sich selbst – mal streng, mal glamourös, mal ziemlich absurd. Es geht darum, eine Community sichtbar zu machen, die in dem Land – trotz geltender Gesetze – nach wie vor diskriminiert wird. Humor ist dabei ein probates Mittel, um nicht in eine Opferästhetik abzugleiten. Ganz abgesehen davon sind die Fotografien einfach unglaublich schön anzusehen.(Foto: ©Zanele Muholi)

 

WANN? Noch bis 10. Jänner

WO? Foto Arsenal, Objekt 19A, 1030 Wien

 

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KUNST & BUCH: 80 PORTRAITS: 73 MÄNNER, 7 FRAUEN


... und GESICHTER sucht man vergeblich. In seinem Buch arbeitet Künstler JONAS HÖSCHL mit Fotografien von Rechtsextremen, die aus ANTIFASCHISTISCHEN Recherche-Plattformen stammen. Die Unkenntlichmachung der Gesichter entzieht ihnen die Identität – und lenkt den Blick auf Gesten, Kleidung und Umgebung. Zwischen ANTIFA-ARCHIV und RECHTER STREETWEAR entsteht so ein neues Sehen: Dokumentarfotografie, ursprünglich zur Feindidentifizierung genutzt, wird zur kritischen Kunst über MACHT, Sichtbarkeit und die ÄSTHETIK DES HASSES. (Foto: Courtesy Jonas Höschl)

 

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MUSIK: LAYBACK MUSIC VIENNA – NEUES WIENER MUSIK-FORMAT


In einem Wohnzimmer im sechsten Wiener Gemeindebezirk ereignet sich derzeit eine kleine, feine Rebellion gegen die Tyrannei der Streaming-Riesen. Nach eineinhalb Jahren Vorbereitung hat eine Gruppe junger Kreativer mit den LAYBACK SESSIONS ein Format ins Leben gerufen, das der hiesigen Musikszene eine intime Bühne bietet – fernab von Tourstress und jenseits der Logik von Algorithmen.

 

In einem Wohnzimmer entstehen halbstündige Live-Sets, ergänzt um Interviews. Das Ganze wird gefilmt und landet gratis auf YouTube. Hier gibt es keine Major-Labels, die nervös auf die Klickzahlen starren, kein Sponsoring-Diktat, keine Organisationen, die mitreden wollen. Das Team arbeitet laut eigener Aussage aus der einzig verbliebenen logischen Motivation: der Liebe zur Musik. Zurücklehnen und genießen! (Foto: ©Raphael Riegler)

 

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BUCH & ESSEN: WURST CASE SZENARIO


Ohne Senf ist doch alles für die WURST! Das finden auch Sebastian Hackenschmidt und Stefan Oláh, die sich in ihrem Buch „Fünfundneunzig Wiener Würstelstände“ den legendären Orten widmen, die Wien zu Wien machen. Hier treffen sich alle Schichten – wer weiß, vielleicht wäre ein WÜRSTELSTAND sogar der perfekte Ort für politische Verhandlungen ...? Die Neuauflage gibt es HIER, reich bebildert und gewürzt mit einer Prise WIENER SCHMÄH. (Foto: ©Stefan Oláh)

 

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FILM: ES IS ZUM SCHEISSN


„WIEN ist eine im besten Sinn sehr eigenartige Stadt, deswegen überrascht es nicht, dass PUNK hier anders ist …,“ so Regisseur THOMAS REITMAYER im Interview mit dem OX Fanzine. Für seine Doku (1977–1988) wühlte er sich durch Super-8-Filme, ORF-Archive und drehte Interviews mit ZEITZEUGINNEN. 2019 wurde der Film bereits im restlos ausverkauften Kino gezeigt, dann war erst einmal Schluss – Rechtsstreit unter Punk-Veteranen. Für alle Unglücklichen, die damals keine Tickets ergattern konnten, gibt’s die Doku nun ganz OLDSCHOOL auf DVD und den Soundtrack dazu auf Vinyl. (Foto: ©Richard Gleit)

 

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LA Freeway

Text: Fotos: Immo Klink

Immo Klink LA Freeway

Der in London lebende Fotograf IMMO KLINK hat über mehrere Jahre hinweg Menschen auf den FREEWAYS von LOS ANGELES porträtiert – und mit ihnen die MYTHEN, Träume und Wirklichkeiten einer Stadt eingefangen, die vom UNTERWEGSSEIN geprägt ist. Wir zeigen eine Auswahl weiblicher Protagonistinnen der Serie.

Die Gelatins

Text: Antje Mayer-Salvi

Die vierköpfige Künstlergruppe Gelatin ist einer der wenigen internationalen Superstars der österreichischen Kunstszene. Tabuisiertem wie Nacktheit, menschlichen Exkrementen und Genitalien stellen sie sich mit geradezu kindlicher Neugier. Mit ihren sinnlichen, humorvollen, spektakulär poetischen Installationen und Performances loten sie nicht nur ihre eigenen Grenzen aus, sondern auch die des – fröhlich enthemmten bis verärgert verstörten – Publikums. 

„Verstand verloren, Großartiges zerstört“

Sie wartet auf Aliens, legt Techno auf und stellt unsere Vorstellung vom Amazonas auf den Kopf. Für ihre Arbeit R€¥€R$€, die im September beim Ars Electronica Festival (9. bis 13. September) in Linz zu sehen ist, wurde die kolumbianische Künstlerin Laura Colmenares Guerra ausgezeichnet. Ein Gespräch über einen weisen Ort, koloniale Denkmuster und warum es das Wort Natur nur im Westen gibt.  

Text: Eva Holzinger 

The Car Issue #8 – OUT NOW

In unserer neuen Printausgabe (deutsch & englisch) feiern wir ein Kultobjekt. Es ist sexy, es tötet, es stinkt. 226 Seiten, Rubbel-Cover und Asphalt-Geruch inklusive. Interviews und Stories mit und über Ikkimel, Candyshop, Erwin Wurm, Women & Wheels, Sodl, Immo Klink, Jovana Reisinger, Sylvie Fleury, Florentina Holzinger, u.v.a.m. Bereuen oder Bestellen?

Die Fotografinnen des Monats: Gorsad Kyiv

Text: Maja Goertz

Pink

Meerjungfrauen, rauchende Kinder, viel nackte Haut: Die Fotos des vor zwölf Jahren in Kiew gegründeten Fotografinnen-Trios Gorsad Kyiv mit Masha Romaniuk, Ulik Romaniuk und Vitya Vasyliev feiern die Freiheit, das Leben der Jugend und die Revolte. Wir haben Vitya in Wien getroffen, wohin er wegen des Krieges in seinem Heimatland Ukraine geflüchtet ist.

Der Zwang um's gesunde Essen

Text: Antje Mayer-Salvi mit Stefanie Schermann; Fotos: Mafalda Rakoš

Mafalda Rakoš hat Thomas Houten fotografiert.

Salat aus biologischem Anbau, laktosefreie Butter und Kekse ohne Gluten. Viele denken immer öfter über ihr Essen nach. Aber kann der Drang, sich gesund zu ernähren, zum Zwang werden? Wir sprachen mit der Wiener Psychologin und Psychotherapeutin Rahel Jahoda über Orthorexie, der ständigen und obsessiven Beschäftigung mit Essen. Die junge Wiener Künstlerin Mafalda Rakoš liefert die berührenden Fotos, unter anderem aus ihrem kürzlich erschienenen Bildband, dazu.

Der Fetz’n-Müller

Text: Eva Holzinger

Der Fetz´n-Müller_CO Vienna Magazine

Kritzendorf, die Donau hinauf, knapp 30 Autominuten von Wien. Dort regierte der Fetz’n-Müller, der österreichische Stoffkaiser, sein Reich. Das legendäre Textilgeschäft ist eine Institution, eine Pilgerstätte für Modedesignerinnen, Wiener Kunststudierende und Mekka der Do-it-yourself-Anhängerschaft. Aufräum-Ikone Marie Kondō hat hier Hausverbot: Wir trafen den Gründer Franz Müller, der leider 2022 verstorben ist, und seinen Nachfolger, den gebürtigen Bosnier Adnan „Adi“ Beslagić. In ihrem Büro hängt ein Schild mit einer Ziege an der Tür: „Hier gibt’s nichts zu meckern.“ Stimmt.

Brutale Sanftheit

Text: Rahel Schneider

benzii singt über gebrochene Herzen, rekelt sich dabei halbnackt im SCHLAMM und entführt uns in eine Welt zwischen Märchen, Albtraum und expliziter Körperlichkeit – die Berliner Avantgarde-Popmusikerin tanzt auf den Trümmern der Norm.

Die Kraft der Schönheit

Dries Van Noten 3

Als Dries Van Noten 2024 mit seiner gefeierten, letzten Kollektion Abschied von der Mode nahm, schien eine Ära zu Ende zu gehen. Tatsächlich markierte dieser Schritt jedoch einen Neuanfang: Der belgische Designer gründete die Fondazione Dries Van Noten, erwarb einen Palazzo in Venedig und eröffnete dort kürzlich seine erste Ausstellung The Only True Protest Is Beauty. Im Interview spricht er über diesen neuen Lebensabschnitt und seine Pläne für die Zukunft.

Text: Brigitte R. Winkler 

„Hier kann man atmen.“

Text: Rahel Schneider, Fotos: Max Kropitz, Patrick Johannsen

Mona Jas Porträt KinderKunstLabor St. Pölten Schenker Salvi Weber

Das KinderKunstLabor in St. Pölten ist das erste Haus seiner Art, ein Ausstellungsort für internationale zeitgenössische Kunst für ein junges Publikum. Wir unterhielten uns mit der künstlerischen Leiterin MONA JAS darüber, warum Kinder KEINE HANDYS dort wollen und man ihnen Kunst nicht erklären muss. 

„Wahnsinnig still“

Text: Antje Salvi

Milo Rau_14

Die Wiener Festwochen 2026 sind zu Ende gegangen. Der Schweizer Intendant Milo Rau sorgte mit der Ein- und späteren Ausladung des mächtigen Tech-Oligarchen Peter Thiel einmal mehr für internationale Schlagzeilen. Viel Lärm. Um nichts? Oder um etwas, das ihm wirklich wichtig ist? Zeit für ein privateres Gespräch: Warum er sich das alles antut, über seine leise Seite, die Kindheit und ob er in Wien bleiben will.

„Eat weird things!“

Das Forward Festival

Othmar Handl war Fotograf, machte Streetart, organisierte Hip-Hop-Konzerte und leitet heute die Wiener Branding-Agentur Forward Creatives. 2015 gründete er das Forward Festival, das jährlich die internationale Kreativszene zusammenbringt. Er verrät uns, was ein gutes Line-up ist und was ihn nachts nicht schlafen lässt. 

Text: Antje Salvi, Magdalena Willert

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